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Verzaubert und verführt hat uns die Musik
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der klezmerischen Kapellen, die fest in das
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Landschaftsbild der karpatischen Ortschaften und
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Dörfer des 19. und 20. Jhs. eingeschrieben ist.
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ist die Musik, die einst auf huzulischen
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Hochzeiten, in bukowinischen Schenken, auf
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galizischen Jahrmärkten, genau so wie in jüdischen
- Häusern
und sogar in aristokratischen Salons erklang.
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Mitgerissen hat uns ihre einfache aber zugleich auch
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meisterhafte Form, ihre Mosaike der Stile und Motive
- der
in ihr verschmolzenen karpatischen Multikulturalität.
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Die Meisterhaftigkeit und den sonderbaren Zauber dieser
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Musik zeigten der Welt schon viele hervorragende
- Klezmer
mit karpatischer Herkunft. Unter ihnen
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der Geigenvirtuose Leon Schwartz, geboren in Karapcziwie
- in
der ukrainischen Bukowine oder der geniale Cymbalist
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Joseph Moskowitz, geboren in Galati am Fuß der rumänischen
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Karpaten. Eben aus den Archivaufnahmen ihrer Konzerte
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und anderen, leider nicht zahlreichen, Phonographie- und
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Notenaufzeichnungen der Musik der Klezmer bzw. der völkischen
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Musiker aus Rumänien, Ungarn, der Ukraine, Polen schöpfen
- wir
unser Wissen und unsere Inspiration. So reisen wir zwischen dem
Alten, Vergangenen und dem Modernen, Zeitgenössischen, ständig
versuchend beide nach unserer Vorstellung stilistisch
zusammenzufügen, ineinander zu verschmelzen. Genauso wie es auch
einst die Klezmer taten; sie verbanden in der Musik das, was
ihres, jüdisches war mit dem, was sie aus anderen Musikkulturen
schöpften. Da, wo sich die Welt mit dem Himmel trifft. So ein
Flug.
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